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ANDI | |
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*7.10.1970 |
Andrea Mahler |
+16.11.2000 |
| Wer sie kannte, weiß, was wir verloren haben. | ||
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Freunde erinnern 23.11.2000
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Auf der Silvesterfeier vor fast einem Jahr umarmte ich Andrea und wir nahmen uns beide fest vor dieses Jahr endlich unser Studium abzuschließen. Wir sprachen von einer großen Feier, die wir organisieren wollten, wenn wir endlich dieses Ziel erreicht haben. Sie war die Erste, die dieses Ziel erreicht hatte. Eine Stelle als Redakteurin hatte sie schon sicher. Zielstrebig, gewissenhaft und selbstbewußt meisterte sie die Hürden der Magisterarbeit und der Abschlußprüfungen. In dieser Zeit war es natürlich auch spannend. Ich erinnere mich noch daran, als Andrea einige Tage sehnlichst den Briefträger erwartete, um das Ergebnis ihrer schriftlichen Prüfungen zu erfahren. Sie war sehr aufgeregt. |
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Und ihre große Feier, die hatte sie gemacht. Sie legte dieses Ereignis mit ihrem 30. Geburtstag zusammen. Es war ihr Tag. Alle waren da. Alle freuten sich. Es ist noch keine zwei Monate her. Wir sind gern zu ihren Feiern gekommen. Wir haben uns bei ihr sehr wohl gefühlt. Alles war perfekt organisiert und liebevoll dekoriert. Ihre traditionelle Christmas Party, mit dem Mistelzweig der eigentlich gar keiner war. Persönlich hat sie dafür gesorgt, daß jeder darunter mal umarmt und geküßt wurde. |
Auch ihr berühmtes Ostereieranmalen. Wie haben wir immer um die schönsten Ostereier gewetteifert. Oder wenn wir auch an ihre Geburtstagsfeiern denken. Sie hatte den Dreh rauß für uns die richtige Stimmung und Atmosphäre herbei zu zaubern. Sie war immer die erste auf der Tanzfläche oder auch beim Karaokesingen. Andrea war ein unheimlich geselliger Mensch. Das hat sie richtig gelebt. Sie wollte dabei sein, wenn in der Gruppe etwas geplant war. Als sie in ihrer heißen Lernphase an einer Wanderung nicht teilnehmen konnte, hat sie uns kurzerhand alle zum Frühstück eingeladen, um so auch teilzuhaben. |
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Für uns waren Wanderungen sehr wichtig. Dabei war Andrea unheimlich zäh und ausdauernd. Sie hatte auch immer die perfekte Ausrüstung dabei. Speziell ich sehe sie heute noch mit ihrer Taschenlampe an den Kopf geschnallt. Oder mit ihrem Periskop bei Livekonzerten wie bei Bon Jovi. Sie pochte auch immer auf eine gute Vorbereitung und Planung. Sie wollte zum Beispiel immer mit in die Karte schauen und wir haben oft mit ihr über den richtigen Weg diskutiert. Aber eigentlich hatte sie immer recht. Vor einem Jahr auf unserer Gebirgswanderung in Österreich, hatten wir Männer behauptet, wir hätten die Pyramidenspitze, einen Gipfel erstiegen. Dies war nicht so. Wären wir allerdings gleich ihrer Wegbeschreibung gefolgt, dann hätten wir den richtigen Weg zum Gipfel gefunden. In unserem männlichen Stolz wollten wir unseren Fehler nicht zugeben und schwiegen. |
Andrea war für alles zu haben. Man konnte alles mögliche mir ihr unternehmen. Sie war kulturell interessiert, ging gern auf Livekonzerte. Sie war aber auch sehr sportlich. Viele erlebten sie beim Kanufahren, kegeln, baden, wandern und vieles mehr. Was haben wir gemeinsam Nächte mit Spieleabenden verbracht. Im Pantominenspiel war sie unschlagbar. Den Begriff der Mahlerschen Zeitrechnung den prägte sie. Zu Treffen kam sie oft zu spät. Aber mit ihrem charmanten Lächeln, konnte man ihr nie böse sein. Andrea war immer äußerst hilfsbereit, einfühlsam und mitfühlend. Für ihre Freunde und Familie war sie immer da. Ob im Krankenhaus, im Prüfungsstreß, bei Liebeskummer... |
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Sie konnte sich sehr gut in die Lage des anderen hineinversetzen. Konnte gut zuhören. Durch ihre objektive Art, hat sie uns geholfen die Dinge klarer zu sehen. Bei Umzügen war sie die erste, die ihre Hilfe anbot. Sogar an meinem chaotischen Umzug einen Tag vor Heilig Abend. Berühmt war ihre Tierliebe. Jahrelang führte sie Hunde aus dem Tierheim aus. Sie schaffte es das Vertrauen der Tiere zu gewinnen. Hühner fraßen ihr aus der Hand. Vor allem zu Cisca ihrem Pferd, hatte sie ein inniges Verhältnis. Nur sie konnte dem Pferd so nahe kommen. Es spielte in ihrem Leben eine wichtige Rolle. Selbst im Urlaub konnte sie es nicht lassen Ihrer Freundin seitenweise Pflegetips zu schreiben. |
Viele ihrer Freunde waren dabei, als sie zum Geburtstag eine Jahreskarte für den Tiergarten bekam. Sie durfte auch einen Tag im Elefantengehege verbringen. Von da an nahmen auch die Elefanten einen Platz in ihrem Leben ein. Als Alex und Andrea das erste Huhn zulief wurde erstmal Fachliteratur besorgt und sich intensiv über artgerechte Hühnerhaltung informiert. Inzwischen ist es fast ein kleiner Bauernhof geworden. Nicht nur mit Tieren konnte sie gut umgehen. Andrea hatte auch einen guten Draht zu Kindern. Für sie war es selbstverständlich, daß Kinder immer dabei waren. Kinder freuten sich auf Andrea. Viele kennen Andreas Stadtführungen. Erst kürzlich durften einige von uns, sie noch einmal dabei erleben. Ihre Leidenschaft und Freude für Geschichte war deutlich spürbar. |
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Neben Geschichte war sie sehr vielseitig interessiert. Sie wollte allen Dingen auf den Grund gehen. Egal um welches Thema es sich dabei handelte. An den Abenden, als wir zusammen saßen und diese Worte formulierten, ist jedem sehr viel eingefallen. Jeder erzählte von seinen persönlichen Erlebnissen mit Andrea. Oft waren es positive und lustige Momente, die wir mit ihr erleben durften. In ihrer ganzen Wohnung hingen kleine Zettel mit Leitsprüchen, die sie durch ihr Leben begleiteten. Einer dieser Sprüche lautete: “Freude ist unbezahlbar.“ |
Andrea schenkte uns viele Momente in denen wir uns mit ihr freuen durften. Andrea war ein fröhlicher Mensch, und überhaupt hat sie gern gelacht.
Es ist ganz sicher ihr Lachen, das uns Allen weiter in Erinnerung und in unseren Herzen bleiben wird. Reiner |
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An der Wand die Bilder der Menschen und Augenblicke die Dir wichtig waren - Jene Momentaufnahmen glücklicher Tage.
Das Bild mit dem Elefanten, mit Evi und den Sonnenbrillen, Michael, Urlaub am Meer, Pferde und
Freunde - immer wieder Freunde.
Und immer wieder ein Lächeln. Ein strahlendes Lächeln eines der schönsten Menschen die ich kennenlernen durfte. Mit Dir ist dieses Lächeln gegangen. In jener Sekunde die doch nie hätte vergehen dürfen. Neue Bilder werden nun nicht mehr hinzukommen. Ich stehe am Grab und kann nicht fassen, was passiert ist. So unendlich viel habe ich Dir zu sagen. Als Du gegangen bist begann für mich die Zeit des Wartens. Warten darauf, dass wir irgendwann einmal viel, viel mehr Zeit haben werden. Wenn man mit 30 geht, kann die Zeit des Wartens unendlich lange sein. Ich werde Dich nicht vergessen, Auf Wiedersehen Andrea |
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| Montag, 06. November 2006 |
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